Home



 SG 1889 Waldfischbach

     


Samstag 17.04.2021 19:58:06     


                               

BESUCHER HEUTE 195

BESUCHER ONLINE 4

BESUCHER GESTERN 388

BESUCHER GESAMT 152675

 

Aktuelles Schulsportanlage SGW-Sportgelände/Bruchwiesen

Presseerklärung des Ortsbürgermeisters zum Ortstermin des Kreisbauausschusses auf dem Sportgelände der SGW am 22.2.2021

 

Zum Ortstermin des Kreises zur Besichtigung der Sportanlage der SGW möchte ich, Michael Oestreicher folgende Stellungnahme zu den bereits erschienenen Artikeln in der Rheinpfalz und in der Pirmasenser Zeitung abgeben.

Zuerst zur Vorgeschichte:

Kurz nach meinem Amtsantritt, der am 1.7.2019 stattfand, wurde ich im August 2019 zu einem Ortstermin in den Bruchwiesen eingeladen, bei dem 3 Vertreter des Kreises, Verbandsbürgermeister Lothar Weber, Herr Udo Rapp, Herr Philipp Lösch und ich anwesend waren. Bei diesem Termin wurde uns der fertige Plan zur Errichtung einer Sportanlage des Kreises in den Bruchwiesen für die IGS vorgestellt. Nach meinem Empfinden sollte bei diesem Termin die Zustimmung dafür von unserer Seite direkt erteilt werden, sodass schnellstmöglich mit dem Bau begonnen werden könnte. Mir kam das zu überraschend, sodass ich an diesem Nachmittag die drei Herren des Kreises erstmal verabschiedete mit den Worten, dass ich als erstes über so ein Vorhaben mit der SGW und mit meinem Rat sprechen will, ob der Bau einer Sportanlage dieser Art nicht sinnvoller auf dem vorhandenen Sportgelände der SGW wäre. Nicht nur wegen der, meiner Meinung nach, besseren Örtlichkeit, sondern auch zur Verschonung des einzigen örtlichen Fest- und Freizeitgeländes. Zum weiteren gab ich zu Bedenken, dass dort, wo die Anlage entstehen sollte, wir nicht nur von OG-Gelände reden, sondern auch zum größten Teil von VG-Gelände. Diese Aussage meinerseits wurde von den drei Kreisvertretern mit den Worten, mit der SGW ist seit mehreren Jahren nicht zu reden, das könnte ich mir sparen, kommentiert. Ich gab den Leuten vom Kreis dann zu verstehen, dass, mit wem ich über so einen Projektvorschlag rede oder nicht, bleibe doch bitte mir überlassen.

Als weitere Schritte zu diesem Projekt folgten dann:

Grundsatzbeschluss des Ortsgemeinderates über die Umsetzung einer IGS-Sportanlage des Kreises auf dem Sportgelände der SGW.

Unter dem Aspekt, dass es kein unbebautes, ortseigenes Gelände in ganz Waldfischbach-Burgalben gibt, welches den Größenanforderungen des Kreises und einer geeigneten Lage gerecht wird, fanden dann die Verhandlungen und Vereinbarung über die Möglichkeit einer Erbbaupachtregelung zwischen den beteiligten Vertragspartnern zur Übertragung von den Geländeteilen, die der Kreis zur Errichtung einer Sportanlage für die IGS benötigen würde, statt.

Nach bis dato mehreren Sitzungen, Gesprächen und unzähligen Schreiben hin und her begrüßten alle politischen Fraktionen der Ortsgemeinde, die Verbandsgemeinde und die SGW diese Vorgehensweise und wären mit dieser Lösung, natürlich nach Abwägung der vertraglichen Bedingungen, auch einverstanden.

Am Montag, dem 22.2.2021 fand dann, nach zuvor mehreren, coronabedingten Absagen, ein Besichtigungstermin der Örtlichkeiten auf dem Sportgelände der SGW vom Kreis für dessen Bauausschuss-Mitglieder statt. Es sollte ein reiner Besichtigungstermin ohne direkte Beschlussfassung sein.

Aufgrund der Tatsache, dass bei dieser Begehung meiner Meinung nach noch zu viele andere Personen teilnahmen, die nicht oder nur am Rande in die aktuelle Faktenlage eingebunden waren, kam es zu überflüssigen Diskussionen über längst vergangene Problematiken bis hin zu Beschuldigungen der Ortsführung, den Schulstandort der IGS zu gefährden. Für den 1. Kreisbeigeordneten, Peter Spitzer, war es somit äußerst schwierig, eine ruhige, aktuelle Sachstandslage den Ausschussmitgliedern zu verdeutlichen. Er hat es trotzdem sehr gut gemacht.

Als Ortsbürgermeister möchte ich mir hiermit so eine Umgangsweise verbieten, denn wenn Sie, Herr Beigeordneter Bauer und Sie, Frau Beigeordnete Wagner und auch Sie, Frau Schulleiterin Bauer diese Zeilen genau durchlesen, werden Sie merken, dass wir als Ortsführung mit der VG, mit allen Fraktionen und der SGW uns sehr wohl um den Verbleib der IGS Waldfischbach-Burgalben bemühen. Dass wir als Ortsführung uns trotz allem aber auch um die Belange und das Wohl aller Bürger kümmern wollen und werden, dürfte Ihnen bekannt sein.

Bleibt mir und uns letztendlich nur zu hoffen, dass bei der Beschlussfassung des Kreises zielführend und alternativlos für eine IGS-Sportanlage auf dem Gelände der Sportgemeinde Waldfischbach entschieden wird.

Ich verbleibe mit den besten Grüßen

Michael Oestreicher

Leserbriefe Betreff Schulsportanlage


Sportanlage IGS-Waldfischbach – Wenn die Politik versagt

Wenigstens die Notwendigkeit einer intakten Sportanlage wurde von allen Beteiligten erkannt. Aber die Umsetzung ist ein Versagen auf ganzer Linie.

Aus Sicht eines Bürgers erschließt es sich mir keinesfalls, weshalb über die Art der Gestaltung der Sportanlage diskutiert wird. Es stehen zwei Optionen parat. Zum einen die Sanierung des Sportplatzes, die deutlich mehr Sportmöglichkeiten bietet, die keine Probleme mit Umkleiden oder sanitären Anlagen mit sich bringt, die in Kooperation von Schule und Verein weniger Neuausstattung benötigt und letztlich deutlich günstiger sein dürfte als ein vollständiger Neubau. Und zum anderen die Errichtung einer kompletten Neuanlage, laut vorangegangenen Zeitungsartikeln ein Millionenprojekt, bestehend aus einem Kleinfeld, auf dem die Schüler nicht einmal Runden laufen könnten.

Es mit dem für den Neubau geplanten Budget nicht zu schaffen, eine bereits intakte Anlage zu sanieren und eine für alle Beteiligten Win-Win-Situation zu generieren ist ein politisches Armutszeugnis und erweckt den Anschein, als sei eine solche Lösung seitens der Politik überhaupt nicht gewollt. Verstärkt wird dies durch die realitätsferne Forderung eines Zauns innerhalb des bereits umzäunten und auf Wunsch abschließbaren Geländes, der die effektive Nutzung der Sportanlage unmöglich machen würde. Sollen Leichtathleten, Schüler und Läufer nach einer dreiviertel Runde anhalten und umdrehen, weil die Bahn plötzlich unterbrochen ist? Wie soll ein Fußballspiel mit einem Zaun an der Außenlinie stattfinden? Es ist fraglich, ob dies aufgrund der Verletzungsgefahr überhaupt zulässig wäre.

Möglichen Verschmutzungen durch Zuschauer könnte durch eine Vereinbarung zur Reinigung  nach   entsprechenden Veranstaltungen vorgebeugt werden, während  die   Anlage  durch  die   äußere,  bereits  vorhandene Umzäunung vor unbefugtem Zutritt und Beschädigung geschützt würde. Das Angebot mit  der gestellten Bedingung jedoch ist eine Farce und Ausdruck eines politischen Unwillens der Verantwortlichen, über eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung überhaupt ernsthaft zu verhandeln. Dieser Eindruck wird noch weiter verstärkt durch den geradezu erpresserischen Verweis auf die Sicherheit   des  Schulstandorts gegenüber  dem Ortsbürgermeister, welcher eine partnerschaftliche Lösung bevorzugt.   Dieser  wird  im   Angesicht  der  Drohung dazu gezwungen sein, sich dem Druck zu beugen und das bisher öffentliche Freizeitgelände  wie   gewünscht als Standort für die (abgeschlossene) Sportanlage anzubieten um die hart erkämpfte IGS nicht zu gefährden.

Die höheren Kosten, der geringere sportliche Nutzen für Ort, Schüler und Bürger, der Verlust von öffentlichem Freizeitgelände, der jahrzehntelange (ehrenamtliche) Einsatz  der  SGW  im Schulsport und das  Unverständnis in  der Bevölkerung werden aufgrund politischer Motive und des Unwillens, eine im Hintergrund bereits getroffene Entscheidung auch nur zu überdenken, ignoriert und beiseite gewischt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen der Kreisverwaltung Südwestpfalz doch noch ihrer Verantwortung gerecht werden, eine Entscheidung im Sinne der Bürger und Steuerzahler zu treffen, die die Kosten und   Konsequenzen  dieser  ebendieser tragen müssen.

 

Schulsportanlage für IGS Waldfischbach-Burgalben

 Schade, dass es offenbar nicht möglich ist eine pragmatische Lösung zu finden, die für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation bedeuten würde. Woran mag das liegen? Festgefahrende Fronten, mangelhafter Wille, politisches Kalkül, Machtspielchen …..

Wo ein Wille ist gibt es auch einen Weg. Dieser Satz galt früher und er gilt noch immer.  Wo dies nicht der Fall ist, wird es in der Regel nur Verlierer geben, wie auch in diesem Fall:

Verlieren werden die Schüler die zwar eine neue Sportanlage bekommen aber gleichzeitig in ihren Sportmöglichkeiten erheblich eingeschränkt sein werden. Verlieren wird die Sportgemeinde Waldfischbach, die jahrelang gut genug war um den gesetzlichen Anspruch der Bürger und Schulen auf eine adäquate Sporteinrichtung zu erfüllen, wodurch die Kommunen erhebliche Kosten gespart haben. Verlieren werden die Bürger und Einwohner der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, deren Schmuckstück, nämlich das Freizeitgelände in den Bruchwiesen, geopfert werden muss, wenn es nach dem Willen des Landkreises geht. Verlieren wird nicht zuletzt auch der Steuerzahler, der für eine Sportanlage in den Bruchwiesen aufkommen muss, die deutlich teurer sein dürfte als dies bei einer Sanierung auf einem bestehenden Gelände der Fall wäre.

Die Bedingung für eine Sportanlage auf dem Gelände der SGW, nämlich eine direkte Umzäunung innerhalb des bereits umzäunten Sportgeländes, schränkt die Möglichkeiten der Sportler im Verein derart ein, dass sie unmöglich anzunehmen sein dürfte.  Durch diese Forderung  hat der Landkreis Fakten geschaffen.

Schade!  



Nach oben